Linux – besser als Windows?

Um es kurz zu machen: JA!
Aber warum soll es besser sein? Diese und weitere Fragen beantwortet unser heutiger Magazinbeitrag…

1. Updates, aber bitte wann ich es so will!

Windows 10 lädt Updates im Hintergrund herunter und installiert diese dann automatisch. Dabei heißt es warten, denn die Update-Prozeduren von Windows sind sehr aufwändig. Wer kennt nicht das typische Bild „Bitte warten, Windows wird konfiguriert“? Man kann Updates zwar aufschieben, aber nicht mehr vollständig deaktivieren. Und dann hat man seine Sicherheits- und Funktionsupdates auch nur für Windows und weitere Software von Microsoft bekommen. Automatische zentrale Updates für Firefox, LibreOffice, VLC usw. gibt es unter Windows nicht, denn jedes Programm bringt seine eigene Update-Routine mit sich.

Und Linux? Hier kann man frei einstellen, ob Updates automatisch installiert werden sollen oder nicht. Je nach Version informiert ein kleines Icon in der Startleiste über verfügbare Updates. Mit einem Klick startet man den Download und die automatische Installation. Ein Neustart wird dabei nur ausgesprochen selten verlangt. Und das Beste: Eine einzige Update-Routine aktualisiert auf einen Schlag jedes installierte Programm!

2. Der Look & Feel

Windows sieht so aus, wie von Microsoft vorgegeben. Als Anwender darf man ein paar Farben anpassen und sich das Hintergrundbild aussuchen. Toll…

Linux erlaubt die Installation verschiedener Desktopumgebungen. Da gibt es KDE und Cinnamon, die sich ein bisschen wie Windows anfühlen. Gnome und Unity sind modern und prima für Touch-Bildschirme. Mate geht bringt gleich zwei Leisten mit sich: Die Startleiste oben und die Taskleiste unten. Oder soll das ganze mehr wie Apples MacOS aussehen? Dazu kann man sich natürlich auch noch sämtliche Farben, die Schaltflächen, die Menüs und alles andere anpassen. Grenzen gibt es bei Linux fast nicht.

3. Stabilität, Zuverlässigkeit und Sicherheit.

Nun gut, Windows 10 ist nicht Windows 3.11. Es beherrscht echtes Multitasking und bringt gute Sicherheitsfunktionen mit sich. Abstürze und Bluescreens sind zwar nicht alltäglich, sie kommen hin und wieder vor. Eines der Hauptprobleme: Als Windows-Anwender muss man sich seine Programme selbst besorgen. Man lädt eine Software herunter, kauft eine DVD-ROM und nutzt eine Treiber-CD und installiert ein Programm eines x-beliebigen Herstellers. Dabei müssen diese „Fremdprogramme“, die nicht von Microsoft selbst stammen, natürlich alle Besonderheiten des jeweiligen Systems irgendwie berücksichtigen. So bringen diese Programme Schnittstellen, in Form von z.B. .net oder Visual C++ mit sich und installieren Stück für Stück angepasste Software, die aber nicht unbedingt zum nächsten Programm passt. Gerade zwei unterschiedliche professionelle Buchhaltungsprogramme können einen Techniker schon mal in den Wahnsinn treiben, wenn diese eigens angepasste MS SQL-Server-Versionen mit sich bringen.
Erschwerend hinzu kommt die Vielzahl für Schadsoftware für Windows, die weitere Probleme mit sich bringt.

Als Linuxer hat man es da einfacher: Man startet seine Paketverwaltung, gibt ein, was man gerade sucht und installiert die Software mit ein paar Mausklicks. Profis wechseln man eben auf die Konsole und installierten mittels apt-get oder yum neue Software. Dabei kümmert sich die Paketverwaltung eigenständig um Konflikte zwischen verschiedenen Programmen und löst diese auf. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man hat ein zentrales Softwarearchiv, welches vom Hersteller der jeweiligen Linux-Version abgesegnet ist. Ein wichtiger Punkt in Sachen Stabilität. Und Schadsoftware für Linux? Ja, die gibt es auch. Aber mitnichten in dem Maße, wie es sich für Windows gibt.

4. Kompatibilität und Verfügbarkeit von Programmen

Klar hier punktet Windows. Ein Programm, welches für Windows 7 geschrieben wurde, sollte ohne Probleme auf Windows 10 laufen. Schwieriger wird es erst, wenn ältere Software aus dem Zeitalter vor Windows XP ins Spiel kommt. Auch die Verfügbarkeit von Treiber ist bei Windows top. Wer sich einen Drucker kauft, der kann sich 100%ig sicher sein, dass er auch unter Windows funktioniert.

Doch auch Linux hat sich in den vergangenen Jahren extrem gut gemacht. Gängige Standardprogramme, wie z.B. Firefox, LibreOffice oder VLC gibt es für jedes Linux. Dank Wine, einer Windows-Bibliothek, kann man sogar zahlreiche Windows-Programme unter Linux installieren – allen voran Microsoft Office. Weitere Tools, wie Play-on-Linux und Steam erlauben die Installation nahezu aller Windows-Spiele. Treiber kommen beim Anschließen eines neuen Geräts meistens direkt und automatisch aus der Paketverwaltung. Aber eben nur meistens, denn noch immer gibt es Hersteller von Hardware, die Linux nicht ernst nehmen und keine Treiber dafür bereitstellen. Doch der Anteil dieser Hersteller schwindet jedes Jahr.

Fazit:

Wie Sie sehen, ist Linux längst kein Betriebssystem mehr für Profis oder Freaks. Es kann sehr wohl mit Windows mithalten und in den hier exemplarischen 4 Punkten Windows sogar um Längen schlagen.

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